Karin Fehr - Künstlerin /-Düsseldorf /-Zeichnung /-Tusche /-Abstraktion /-Raumzeichnung /-Installation /-Verknüpfung /-Netze /-Systeme /-Zeichensprache /-Natur /-Wald

Symptome der Kunst

Ich definiere meine neueren Arbeiten als Raumzeichnungen, Zeichnung, die an keine Dimension, Technik, Stil oder gar die Fläche gebunden sein soll. Ich bin außerdem daran interessiert, Zeichnung durch ungewöhnliche Materialverwendung und eine abstrakte Herangehensweise zu erneuern, die gewohnten Sichtweisen auf Bilder zu verändern.

Zuerst überraschen in meinen neuen Arbeiten ungewöhnliche Verbindungen von Materialien und Techniken. Aber schnell zeigt sich, dass verschiedene Systeme miteinander konfrontiert werden, die sehr spezifische Verbindungen miteinander eingehen, die sich als sinngebend erweisen.

Megastrukturen, wie bei den Netzarbeiten Interweave und Cohesion, ermöglichen durch die Kombination mit den Tuschezeichnungen viele Ansichten und bieten auch zu anderen Systemen neue Sinnzusammenhänge (Biologie, Physik, Soziologie). Neue Sinnzusammenhänge zu konstruieren wird möglich, weil ich Bilder und alle ihre Elementen, aus denen sie bestehen als abstrakt behandle. Formen, Zustände oder Wirkungseinflüsse aus dem Raum, materiell oder nicht, wenn alle bildgebenden Elemente nicht als Gegenstand erlebt werden, sondern als abstrakt, zeigen sie das Wesentliche ihres Formen- und Aufbaucharakters, die Ebene, auf welcher sie miteinander agieren.

Mit der Rauminstallation verlasse ich die Interpretation von Bildern als einem solitären Ereignis.
Meine Zeichnungen sind alle seriell aufeinander bezogen.

Wir lernen ständig von anderen Systemen, aus der Natur und anderswo und begreifen deren Symptomatik als Aufbau, Funktionieren, Interaktion. Dabei bilden sich fast unendlich viele Vernetzungsmöglichkeiten heraus. Ich möchte mit meiner Zeichentechnik Symptome aufspüren und verdeutlichen, dass lesbare Symptome im Raum, Material und jeder gestalterischen Arbeit vorhanden und nachvollziehbar sind.